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Ganztagesklassen

Als Kooperationspartner bietet die gfi ein breites Spektrum verschiedener Aktivitäten für die Gestaltung der Ganztagesklassen an. Sinnvolle kreative und sportliche Freizeitgestaltung sind hierbei die Schwerpunkte. Im laufenden Schuljahr ist die gfi mit ihren Angeboten an über 30 Schulen präsent. Als externer Partner sind wir in der Region Bamberg / Forchheim für die Ganztagesklassen an der Gangolfschule (Grundschule), der Martin-Wiesend-Schule (Förderzentrum) und der Hauptschule Gräfenberg aktiv.

Aktionen und Projekte in Gräfenberg

Deutsch-italienisches Buchprojekt - Frühjahr 2011

Ganztagesklasse 5 G in Gräfenberg

Die Schülerinnen und Schüler der 5. Ganztagesklasse gestalten gemeinsam mit Fünftklässlern aus Italien ein Buch, in dem sie jeweils in ihrer Muttersprache über Freundschaft schreiben und die Texte illustrieren. Alle Geschichten erscheinen in beiden Sprachen. Quasi nebenbei erfahren die Kinder, wie ein Buch entsteht - von der ersten Idee bis zum fertigen Werk.

Im Sommer sind dann die italienischen Schüler zu Gast in Gräfenberg und lernen in einer betreuten Freizeit ihre deutschen Mitautoren kennen.

Lesereise zu den Paradiesvögeln - Juli 2010

Autorin Katharina Wittenberg fasziniert Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Klassen der Hauptschule Gräfenberg bei ihrer Lesung „Leben im Land der Paradiesvögel“

  Autorin Wittenberg mit den Schülern 

Gespannte Stille herrscht im Klassenzimmer, als Katharina Wittenberg, Religionspädagogin und Autorin, verschiedene Gegenstände erklärt, die sie aus Papua-Neuguinea mitgebracht hat:
Waffen, die aus Bambus in Handarbeit hergestellt und fachmännisch für die Jagd präpariert sind, Haarschmuck, ein Bastrock und Ketten, die mit viel Hingabe aus Muscheln hergestellt sind.
Aus ihrem Buch „Leben im Land der Paradiesvögel“ liest Katharina Wittenberg die Geschichte des vierjährigen Jungen Botingke vor, der von Schwestern eines Buchkrankenhauses im Urwald mutterseelenallein gefunden wird. Seine Mutter hatte ihn in der Nähe des Krankenhauses abgelegt, in der Hoffnung, dass die Schwestern ihn finden würden. Botingke hat Lepra. 12 Jahre blieb er in diesem Krankenhaus. Heute ist Botingke erwachsen und hat selbst Kinder.
Katharina Wittenberg hat seine Lebensgeschichte und noch mehr über ein außergewöhnliches Volk in ihrem Buch festgehalten. Es ist reich bebildert und zeigt die Schönheiten des exotischen Landes und vermittelt interessante Eindrücke dieser ganz anderen Kultur. Beispielsweise gibt es in Papua-Neuguinea über 800 einzelne Stammessprachen und viele wunderschöne Paradiesvögel.
Die Schüler in Gräfenberg sind begeistert von den Geschichten, die Katharina Wittenberg erzählt. Sie erfahren, was ein „bilum“ ist, ein Netzsack, den die Frauen als Tragetaschen für Früchte oder sogar für kleine Kinder benützen. Auch wissen sie nun, dass ein großes Begrüßungsfest „Singsing“ heißt.
Am Ende der Lesung dürfen die Schüler Fragen stellen. Das tun sie ausgiebig, gibt es doch so viel, was sie noch wissen möchten. Am Schluss sind sich alle einig: Wir wollen mehr! So überlegt man für das nächstes Jahr, dieses Buch als Klassenlektüre zu besorgen. Ein Geschenk hat Katharina Wittenberg auch noch für die Klassen dabei: Jeder bekommt ein kleines Seeschneckenhaus aus Papua-Neuguinea!
Die Schülerinnen und Schüler waren so angetan von der Veranstaltung, dass sie begeistert zustimmten, den Erlös der Lesung an die Organisation zu spenden, die das Buschkrankenhaus von Botingke unterhält.

Tierische Lesefreude zu Weihnachten 2009

Schüler erhalten zu Weihnachten Buchgeschenke im Wert von 500 Euro

Erwartungsvoll schauen die Schülerinnen und Schüler nach vorne auf das große Paket, das auf dem Pult steht. „Da sind bestimmt Weihnachtsgeschenke drin“, flüstert Nicole. Und sie hat recht damit. Den Ganztagsklassen der Hauptschule Gräfenberg konnte Heike Schütz dieses Jahr eine besondere Überraschung bereiten. Sie überreichte 50 mal das Buch „Tierisch gute Kindergeschichten“ als Weihnachtsgeschenk.
Möglich machte das Martina Meier, Inhaberin des Verlages Papierfresserchen MTM und Mitherausgeberin der Lese-Drehscheibe.
„Uns ist es einfach wichtig, dass das Buch zum Leser kommt, dafür werden Bücher ja gemacht. Sicherlich gibt es viele Kinder, die selbst zum Buch greifen, aber eben auch andere, die keinen direkten Zugriff auf Bücher haben. Gerade in der 5. und 6. Jahrgangsstufe kommt es darauf an, gute Literatur zur Verfügung zu haben, denn im Deutschunterricht wird nun Sinn erfassendes Lesen vorausgesetzt. Diese Kompetenz trainiert man am besten mit Freude!
Tierisch gute Kindergeschichten sind ideal dafür, denn auch für Lesemuffel ist hier garantiert eine lustige und spannende Geschichte dabei.“

Dass die Literaturwissenschaftlerin hier richtig liegt, zeigt die Reaktion der Schüler in Gräfenberg. Nach der Übergabe sind sogar die Weihnachtsplätzchen und andere Leckereien, die vorbereitet auf einem Tisch liegen uninteressant geworden, jetzt sitzt man kreuz und quer im Klassenzimmer und schmökert in den Geschichten. Das freut die Klassleiterinnen besonders, denn auch sie wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Kinder freiwillig lesen.

„Als ich das Buch zum ersten Mal sah, habe ich sofort angefangen, darin zu lesen“, gesteht Angela Seckendorf, Klassenleiterin der 6. Klasse. „Wir werden sicherlich die eine oder andere Geschichte gemeinsam in der Klasse lesen! Wir finden es wunderbar, dass es Verlage wie das Papierfresserchen gibt, die uns Schulen unterstützen. Vielen Dank dafür!“

 

 

Klassenübergreifendes Projekt zum Advent 2009 findet großen Anklang und füllt die Klassenkassen

„Darf ich den Jesus formen?“, fragt ein Schüler der sechsten Klasse begeistert, als es endlich ans Basteln geht. Tage der Vorarbeit, des Planens und Besprechens liegen hinter den 50 Schülerinnen und Schülern der Ganztagsklassen der Gräfenberger Hauptschule.
Alles begann damit, dass die Kinder zum Thema „Advent“ etwas erarbeiten sollten. Sie entschieden sich demokratisch für die Gestaltung einer Krippenlandschaft.

„Zuerst haben wir darüber diskutiert, wie man so etwas wohl am besten hinkriegt“, erzählt Franziska aus der fünften Klasse, „dann haben wir einen Plan geschrieben.“
Jeder Projektteilnehmer überlegte sich, wie eine Krippe aussehen könnte und wie der Stall, die Figuren und die Landschaft beschaffen sein müssten. Nachdem jeder seine Vorstellungen zu Papier gebracht hatte, wurde wiederum gemeinschaftlich entschieden, welche Vorschläge realisierbar waren.

Skizzen und Materiallisten als Basis für die Praxisarbeit

Im nächsten Schritt musste jeder eine genaue Skizze seiner Krippe anfertigen, beschriften und auflisten, welches Material dazu verwendet werden könnte. Dabei gab es manche Überraschung. Kinder, die sonst eher weniger zum Stift greifen, waren mit Eifer dabei, ihren Entwurf zu Papier zu bringen. Manche arbeiteten zu zweit oder zu dritt. Die Verbindung von Schreiben, Lesen und Praxisarbeit wirkte hier sehr positiv und motivierend.
Im nächsten Abschnitt des Projektes sammelten die Kinder das Material und brachten es mit in die Schule. Es kamen Sand, Kies, Blätter, Rinde, Stroh, Stoffreste und Wolle zusammen – eben alles, was auf den Listen der Teilnehmer stand. Mit Ton und Farben war dann alles beisammen.

Nun durften sich die Kinder aussuchen, was sie zur gemeinschaftlichen Krippenlandschaft beisteuern wollten. Noch einmal wurden die Entwürfe zur Hand genommen und zusammengeschrieben, wer eine Figur, ein Tier, den Wald, den Weg, die Mauern, den Stall usw. herstellen wollte.

Vier Wochen lang entstand Stück für Stück eine Landschaft mit dem Stallgeschehen von Bethlehem, mit Engeln, Hirten, Königen, Tieren, Maria und Josef und dem Jesuskind. Ein echter Hingucker, wie Betrachter äußerten.

Eigene Weihnachtskarten motivieren zum Schreiben

Zum Abschluss des Projektes wurden Fotos von der Krippenlandschaft gemacht und für Weihnachtskarten in Szene gesetzt. Alle gedruckten 200 Karten fanden ihre Abnehmer und für die Klassenkassen blieb nach Abzug der Kosten auch noch etwas übrig! Aber die Schüler verkauften nicht nur fleißig, sondern schrieben auch selbst einige Weihnachtskarten mit dem Bild ihrer selbst gebauten Krippe darauf.

 

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