Der "normale" Integrationsverlauf von der Schule in die Ausbildung und anschließend in den Beruf ist für die Mehrheit der Hauptschüler ein Kampf, der für viele schon verloren scheint, noch ehe er begonnen hat. Dies gilt auch besonders für die Schüler von Förderschulen.
Immer wieder wird berichtet, dass viele Betriebe bereit sind aus zu bilden, aber keine passenden Bewerber finden. Diese sogenannten "Miss-Match-Situationen" sind teilweise prägend für die problematische Lage am Ausbildungsmarkt.
"Hauptschüler sehen sich selbst als Verlierer im Kampf um Ausbildungs- und Arbeitsplätze." Wobei durchaus einige Schüler und Schülerinnen in der Lage sind, trotz suboptimaler schulischer Voraussetzungen eine betriebliche Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Sie erhalten aber immer noch zu wenig Gelegenheit, sich in der Schule in bestimmten Berufsfeldern zu profilieren oder realistische Vorstellungen von Berufen zu entwickeln. Eine frühzeitige berufliche Orientierung kann u. a.
Während man sich bislang nur auf die letzte und vorletzte Jahrgangsstufe konzentrierte bzw. diese gefördert wurden, ist es nun möglich, bereits in der 7. Jahrgangsstufe anzusetzen und die Berufsorientierung schon in den unteren Jahrgängen intensiv voran zu treiben. Alle am Prozess Beteiligten (Familie, Schule, Wirtschaft etc) müssen hart daran arbeiten, dass schulische Defizite möglichst gar nicht entstehen oder zumindest schnellstmöglich durch spezifischer Förderung behoben werden. Dafür ist ein hohes Maß an individueller und differenzierter Förderung nötig. Mit der vertieften Berufsorientierung (vBo) wollen wir die Handlungsmöglichkeiten durch individuelle Beratungs- und Förderansätze und durch eine intensive Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen sowohl unterstützen aber auch ergänzen, des weiteren soll die vertiefte Berufsorientierung auch als entlastendes und präventives Element verstanden werden.Kontakt
Sabine Reul
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