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Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre...

Ein Projekt der gfi gGmbH in Schweinfurt
Luitpoldstraße 10 / Ecke Friedenstraße

 

Hast du Mut?
Willst du was bewegen?
Wollen wir gemeinsam daran arbeiten?

Der Grundgedanke von HEROES ist, dass Veränderungen bei jedem Einzelnen anfangen, in den Familien, in den Schulen und in der Nachbarschaft.
Wir glauben an eine Gesellschaft, in der jeder Mensch unabhängig von Geschlecht und kulturellem Hintergrund dieselben Möglichkeiten und Rechte hat.

Kontaktdaten:

Koordination Migrationsprojekt: Thomas Fleck
Londonstraße 20; 97424 Schweinfurt
fleck.thomas@heroes-schweinfurt.de
Tel. 09721 1724-35

Projektleitung: Claudia Federspiel
Luitpoldstr. 10
97424 Schweinfurt
federspiel.claudia@heroes-schweinfurt.de
Tel. 09721 47413-19
Montag und Donnerstag: 08:00 - 13:00 Uhr; Dienstag: 08:00 - 17:00 Uhr

Gruppenleiter: Denis Hering, Kariem Khalil
Hering.denis@heroes-schweinfurt.de
Khalil.kariem@heroes-schweinfurt.de
Tel. 09721 47413-11
Montag bis Donnerstag: 13:30 - 17:00 Uhr; Freitag: 13:30 - 15:00 Uhr

Wissenschaftliche Begleitung: Katja Köder
koeder.katja@heroes-schweinfurt.de

Gesellschaftskontext

Wir gehen davon aus, dass in der Migrationssituation vielfach Angst vor dem eigenen Kulturverlust besteht. Daher treten traditionelle Denk- und Verhaltensmuster verstärkt auf, die in den Herkunftsländer teilweise im Wandel sind. Patriarchale Strukturen und Vorstellungen von Ehre, die durch Erziehung und Community weitergegeben werden, haben in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung.
Sie erschweren sowohl männlichen als auch weiblichen Jugendlichen eine freie Entwicklung ihrer Persönlichkeit. In stark patriarchalischen Strukturen kann es häufiger passieren, dass Mädchen und Frauen durch Kontrolle, Unterordnung oder auch Zwangsheirat in benachteiligte Positionen gedrängt werden. Auch Jungen stehen unter enormen Druck. Sie sind traditionell verpflichtet. Im Extremfall soll die Familienehre durch eine Gewalttat erhalten werden.
Jungen haben häufig eine privilegierte Stellung in der Community - werden dadurch aber auch häufig in die Pflicht genommen und müssen oft unfreiwillig Kontrolle oder Härte ausüben. Gleichzeitig leiden Sie in der Öffentlichkeit unter dem Bild des Machos und des gewalttätigen Migranten.
Während Jungenarbeit häufig erst einsetzt, wenn Jungs gewalttätig oder auffällig sind, arbeitet Heroes mit motivierten Jungs, die sich für Gleichberechtigung einsetzen wollen.

Methodik

Als ersten Schritt bietet HEROES Gruppentreffen für junge Männer aus Ehrenkulturen an, die über Themen wie Gleichberechtigung, Ehre und Menschenrechte diskutieren und in ihrem Alltag und in der Gesellschaft etwas verändern wollen. Die Gruppenleiter haben muslimischen und russischsprachigen Migrationshintergrund, sie verfügen dadurch über einen ähnlichen Erfahrungshorizont und sind für die Jungs Vorbilder und Leiter zugleich.
Der Trainingsprozess kann bis zu einem Jahr dauern. Schließlich bekommen sie das HEROES-Zertifikat verliehen. Auf der feierlichen Anerkennungsveranstaltung mit Familie und Gästen werden die HEROES von prominenten Persönlichkeiten geehrt.
Als qualifizierte HEROES können sie nun andere Jugendliche motivieren, sich mit tradierten Geschlechterrollen auf der Basis von Menschenrechten kritisch auseinanderzusetzen. Auch nach ihrem Grundlagentraining finden für die HEROES kontinuierlich Trainings statt. Die Arbeit der ausgebildeten HEROES findet in Form von Workshops an Schulen und Jugendeinrichtungen statt.
HEROES leisten wichtige Vorbildarbeit.

Download Broschüre (PDF, 285 kb)

Download Flyer (PDF, 249 kb)

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